Die Bilanz des Wochenendes: 1 x Sieger, 4 x Platz „Drei“ – Norton Commanders dritter Platz im Preis der Giganten besonders hervorzuheben

Das aktuelle Aushängeschild unserer Zucht – „Norton Commander “ (a. d. Push the button) – hat am Freitag im Preis der Giganten einen tollen dritten Platz gegen Pferde der europäischen Spitze erzielt. Nach ihrem tollen zweiten Platz in persönlicher Bestzeit, siegt Navy Blue (a. d. Gondolin) am Samstag in Axevalla souverän. Smilla (a. d. Pantsnsox Diamant) und Oui Cherie (a. d. Fleur Lavec) ergattern sich nach guten Leistungen in den Karlshorster Standardrennen ebenfalls einen dritten Platz. Und auch die verlässliche Nelly Pepper ist im Rahmenprogramm von Karlshorst brave Dritte.

Norton Commander beim Warm Up zum Preis der Giganten

Unter www.mein-trabrennsport.de ist zum Preis der Giganten Folgendes zu lesen:

(mw)Wolvega, Freitag, 8. November 2019. Ein bisschen die Füße still halten musste in den letzten Monaten Jean-Michel Rancoule, was sein zweites Aushängeschild Blé du Gers betrifft. Seine letzte gute Vorstellung hatte Cleangames Stallkumpel am 13. Juli beim Ehrenplatz zu Drôle de Jet in Enghien gegeben. Es folgten fünf Nullnummern, darunter zwei rote Karten, in entsprechend anspruchsvollen Prüfungen, die bei einer Gewinnsumme von 834.860 Euro auf ihn zugekommen waren.
Von diesen desaströsen Eckdaten ließen sich die „turfistes“ nicht schrecken und kürten ihn in der 48. Auflage des Prijs der Giganten, Hollands seit Jahrzehnten renommiertestem Match der internationalen Garden, hinter dem mit einer vierfachen Siegeserie aus Vincennes und Enghien angereisten Violetto Jet zur zweiten Kraft des Wettmarkts – und lagen damit besser als bei dem Italiener. Der fand aus Startreihe zwei als Vorletzter des äußeren Zuges nie Zugriff aufs vordere Geschehen, zumal seine spätere Lokomotive auf „Gleis drei“ Thai Investment früh den Dampf verlor. 30 Meter hinter der vorderen Musik versuchte Franck Nivard in vierter Schlussbogenspur zu retten, was längst nicht mehr zu retten war. Der in Italien geborene From-Above-Sohn, bei 18:10 gewettet wie Wasser, sprang im Bemühen, wenigstens das sechste Geld festzuhalten, zu allem Überfluss durchs Ziel.

Ganz anders Blé du Gers, der genau wie sein Fahrer Jos Verbeeck, Jean-Michel Bazires Mann für die ausländischen Ermittlungen, nicht alles verlernt haben konnte. Während Hambo Transs R, am 24. Oktober überragender Sieger des Giganten Trial, mit der „8“ vor Generaal Bianco und Tsunami Diamant wie von der Tarantel gestochen an die Spitze fegte, brachte selbst Startkünstler Verbeeck seinen Wallach nur mäßig auf die Beine. Hinter Lionel, Eridan und Zenit Brick lediglich Vierter der äußeren Schwadron, nutzte der „teuflische Belgier“ die ruhige Kugel nach 500 Metern, machte seinem Partner Dampf und durfte vor Eridan hinter Lionel überaus günstig einparken. Violetto Jet, Norton Commander und Heart of Steel bildeten in dieser Formation die Nachhut der zweiten Linie, wogegen Thai Investment im dicht gepackten Pulk aus der dritten Spur nicht wegkam. 600 Meter vorm Pfosten gab „Monsieur Jos“ bei bis dahin recht flauer Fahrt seine vornehme Zurückhaltung auf, brauste mit Urgewalt um den wie Eridan und Zenit Brick schwer in die Bredouille kommenden Lionel herum an die Flanke Generaal Biancos und verspeiste den holländischen General mit Haut und Haaren. Mit einem jubelnden Jos Verbeeck, der ohne seine geliebten Frankreich-Fahrten seit nunmehr vier Jahren ein hartes Brot zu kauen hat, kannte der Quinoa-du-Gers keinen falschen Schritt. 3½ Längen voraus war der 20. Sieg locker geritzt für den Achtjährigen, für den bei 866.860 Euro die runde Million allmählich in Sichtweite rückt.

Dahinter durfte „Deutschland“ jubeln: Weil Lionel dem Marsch durch die Todesspur schwer Tribut zollte und Violetto Jet nur ein Schatten der letzten Zeit war, stand die Tür zum Ausstieg aus der Innenspur für die beiden Hagoort-Schützlinge weit offen. Vor allem Tsunami Diamant nutzte das weidlich, strafte mit einer Riesenwelle seinen mauen Trial-Auftritt Lügen und ergatterte mit viel Luft nach vorn und hinten den Ehrenplatz. Im Gegensatz zu Franck Nivard hatte Conrad Lugauer darauf gepokert, mit Norton Commander innen durchzuschlüpfen. Damit hatte der Bayer einen Royal Flash in der Hand, denn geradewegs durchstoßend reichte es zu „Bronze“ knapp vor Generaal Bianco, auch weil ihm Heart of Steel zu Beginn der Zielgeraden aus dem Weg gesprungen war.

Das Video zum Rennen finden Sie hier.

Mit einer meisterhaften Fahrt im Einlauf fischt sich Conny Lugau mit Norton Commander noch den 3. Platz – Chapeau Conny!
Im Starterfeld des 48. Preis der Giganten waren viele Pferde der europäischen Spitzenklasse vertreten.